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 Niedergebrannte Fischerhütte

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Gamemaster
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BeitragThema: Niedergebrannte Fischerhütte   Sa Dez 17 2016, 21:40

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Sho Abarai
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 00:10

Ivy|Sho come from: Verschneite Straßen von Minion

Die Braunhaarige fing nicht, wie erwartet, an von seinem Kleidungsstil bei diesem Wetter zu sprechen, sondern amüsierte sich über seinen vom Schnee eingefärbten Afro. Es entlockte dem harten Knochen ein leichtes Lächeln, woraufhin sich seine Zigarette noch weiter von seinem Gesicht wegbewegte. So ein jugendlicher Enthusiasmus erfreute ihn von Mal zu Mal. Es war beinahe so, als würde sie es mit jeder ihrer Aussagen schaffen sein Herz ein wenig Freude zu schenken, auch wenn dies nicht wirklich notwendig war. Innerhalb der Rebellion hatte er sich nur nicht so viel anmerken lassen und eher den Unnahbaren gespielt, was bei ihr aber nicht möglich war. Sie war einfach so lebensbejahend, was recht abwechslungsreich für ihn war.
Sie kamen an einer Hütte an, wo ein Fischmensch mal gewohnt hatte. Was mit ihm passiert war, konnte man sich schon denken. Die Hütte war abgebrannt und notdürftig geflickt worden, um noch darunter Schutz zu finden. Das bestätigte ihn in seiner Annahme, dass die Einwohner recht konservativ waren und Andersartigkeit nur wenig Wertschätzung und Toleranz entgegenbrachten. Wenn er nicht aufpasste, könnte ihm das gleiche Schicksal ereignen.
Und scheinbar war dieser Fischmensch ein wichtiger Mensch in ihrem noch verhältnismäßig kurzem Leben gewesen, da dieser ihr einige Sachen beibrachte, wie beispielsweise das Angeln.
Sie erzählte außerdem, dass der Fischmensch von der Insel vertrieben wurde, was seine Stirn zum Runzeln brachte. Er konnte so eine Ungerechtigkeit einfach nicht ab und würde sie auch in keinster Weise unterstützen, selbst wenn er musste. Eher würde er im Kampf sterben, als sowas zuzulassen. Schade, dass er zu dieser Zeit nicht hier war. Vielleicht hatte es der Fischmensch ja wieder in seine Heimat geschafft, wo er für seine Rasse akzeptiert wurde.
"Jeder sollte das Recht auf Gleichbehandlung haben, egal welcher Rasse er angehört. Du siehst das doch auch so, oder?"
Er wusste, dass die Rebellion auch solche Ziele verfolgte, jedoch bisher noch nicht sonderlich erfolgreich damit gewesen war. Vielleicht schaffte es ja Sho mit Ivy's Hilfe den Menschen auf dieser Insel zum Umdenken zu bewegen. Doch dafür musste er erstmal die Situation dafür haben. Er war schließlich kein Wanderprediger.
Ivy erzählte, dass sie den Rapier von ihrem Bruder zur Aufbewahrung geschenkt bekommen hatte. Ihr Bruder würde wohl irgendwann diese Waffe zurück kriegen, sofern er noch dazu in der Lage dazu war.
"Er macht einen recht guten Eindruck. Kannst du damit umgehen?"
Es war eher eine allgemeine Frage zu Ivy's kämpferischen Fähigkeiten. Sicherlich gab es innerhalb der Rebellion einige Aufgabengebiete, die fernab von jeglichen Auseinandersetzungen waren, doch schadete es nie sich wehren zu können. Nur für den Fall der Fälle.
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Katsuki
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 01:47

Mit ein wenig Mühe öffnete die Braunhaarige die etwas zugeschneite Tür und bat den Nodachi-Träger mit einer einladenden Geste herein. Es war zwar nicht wirklich ihr Besitztum, aber sie fühlte sich dennoch in der Pflicht, ihrer neuen Bekanntschaft Gastfreundschaft zukommen zu lassen. Als die beiden schließlich in den recht simpel gehaltenen Räumlichkeiten standen, die Teils aus angebranntem Holz, sporadisch befestigten Holzplanken und einigen Abdeckplanen bestand, schloss Ivy die Tür wieder und machte sich auf zu der provisorisch aufgebauten Feuerstelle, die sich in einem ehemaligen Kaminsims befand. "Aye, ich mag es nicht wenn man anderen wegen so etwas trivialem Unrecht tut." merkte sie knapp an, als Sho sich nach ihrer Sicht der Dinge erkundigte. Sie musste nicht sonderlich viel dazu sagen, für sie lag das Thema auf der Hand. Sie bekam aber das komische Gefühl, dem Afro damit irgendwie in die Hände zu spielen, konnte es aber nicht wirklich an etwas festmachen. Mit geübten Handgriffen platzierte sie schließlich etwas trockenes Stroh auf die bereits vorbereiteten Holzstücke und begann ein kleines Feuer zu schüren. Auf Minion gehörte das zum Allgemeinwissen, jedem Kind wurde das beigebracht... Zu Hoch war die Angst, dass man sich im Schnee verirrte und nicht mehr zurückfand, nur um im Anschluss den Kältetod zu finden. "Hinter den Kisten liegen ein paar Mäntel und Decken, bedien dich ruhig wenn dir kalt ist." sprach sie schließlich freundlich an den Afro gerichtet und zeigte auf einen Stapel Kisten und Fässer, die sie hier über die Jahre angestaut hatte. Kurioserweise wussten nur die wenigen Bewohner Miinions von ihrem Rückzugsort, was jedoch zu ihrem Glück den Vorteil barg, dass sie hier oftmals ihre Ruhe vor dem Alltag finden konnte.
"Was das Rapier angeht... Mein Bruder hat mir vieles beigebracht, ich denke mal ich könnte mich gegen einen herkömmlichen Blaurock zur Wehr setzen... Oder einen herrenlosen Rônin, der versucht ein ungescholtenes Mädchen zu entführen." witzelte sie keck und zwinkerte Sho mit dem rechten Auge zu. Um ehrlich zu sein würde sie sich nicht zutrauen gegen einen Samurai zu kämpfen, aber zumindest konnte sie so die Stimmung ein wenig auflockern... Oder zumindest hoffte sie das.
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Sho Abarai
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 02:21

Der Türrahmen passte wohl für die Kleine, doch für seine Größe war das nicht wirklich das Richtige. Er musste sich bücken, um überhaupt eintreten zu können und sich darin bewegen zu können. Schnell suchte er sich einen Sitzplatz, um nicht in seinem erhöhten Alter seinen ersten Hexenschuss zu bekommen. Das wäre für ihn wohl mehr als peinlich gewesen.
Ivy machte sich am Kamin zu schaffen, während sie dieselbe Meinung zu Abschiebung und Intoleranz gegenüber anderen Rassen aussprach. Es gefiel ihm, dass sie seine Meinung teilte und noch mehr würde es den Obrigkeiten der Rebellion gefallen. Eine solide Grundabneigung gegen alles Schlechte auf der Welt hießen sie immer willkommen und förderten es zum Teil noch. Sie schürten den Unfrieden in den Herzen ihrer Mitglieder und erinnerten sie ständig daran, wofür sie tagtäglich ihre Leben aufs Spiel setzten.
Sho rauchte ungehindert weiter. In der Hütte zog es sowieso schon wie Hechtsuppe, da war es ja fast schon, als würde man sich draußen aufhalten. Daher ging er davon aus, dass es ihr nichts ausmachte, wenn er hier in Ruhe zu Ende quarzte.
Das Mädchen bekam das Feuer an und verwies auf einige Decken und Mäntel, die er ruhig anziehen konnte, wenn ihm die Temperaturen nicht zusagen würden.
"Alles cool, Shawdy", sprach er lediglich aus, nachdem er kräftig von seiner Zigarette gezogen hatte und den Rauch von sich und seine Begleiterin wegblies. Er schadete seinem Körper und musste dies nicht unbedingt seiner Umgebung antun.
Sie kamen auf ihre kämpferischen Fähigkeiten zu sprechen. Ivy erzählte dem Hochgewachsenen, dass ihr Bruder ihr eine Ausbildung gegönnt hatte und schätzte ihre Fähigkeiten auf einem soliden Stand an. Abschließend witzelte sie ein wenig und behauptete, dass sie es selbst mit ihm aufnehmen konnte.
"Tze, du könntest es versuchen", gab er locker zurück.
Jetzt da sie so ziemlich am Arsch der Insel waren, konnte er wenigstens ganz offen sprechen. Es war langsam Zeit mit der Sprache rauszurücken und ihr Interesse für die Rebellion zu wecken.
"Ich hab dir doch von diesen straighten Rebellen erzählt, oder?"
Er gab ihr ein wenig Zeit, um die Spannung etwas anzuheizen und ihren Denkapparat ein wenig auf Hochtouren zu bringen.
Er zog an seiner Zigarette und blies den Rauch aus, ehe er weiter sprach.
"Ich gehöre zu ihnen, genauso wie es Eduardo tut. Doch sind wir nicht irgendwelche Hustler oder vom Ganja verdrehte Homeboys, die von einer Situation in die nächste struggeln. Um ehrlich zu sein, will dich Eduardo auf seiner Seite wissen. Ob das nun mit deinem Bro zu tun hat oder nicht, weiß ich nicht."
Am liebsten wäre er jetzt aufgestanden und hätte sich umgedreht, doch würde er mit seinem Afro nur die Decke küssen. Daher lehnte er seinen langen Oberkörper nach hinten und stütze seinen Kopf auf die überkreuzten Handinnenflächen.
Er zog nochmal an der Zigarette, ehe seine Hand wieder auf der anderen lag und gemeinsam den Kopf in einer einigermaßen angenehmen Haltung hielten.
"Es erhöht zumindest nicht deine Chancen, wenn du hier sinnlos auf ihn wartest", fügte er noch an und verharrte in seiner Position, ehe er sein Augenmerk auf die löchrige Decke richtete und auf ihre Antwort wartete.
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Katsuki
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 05:29

Mit einem leichten Lächeln beobachtete die Braunhaarige, wie das Feuer langsam die Holzscheite liebkoste und kräftiger wurde. Auch wenn es unangenehm zog, so war das Feuer zumindest eine teilweise funktionelle Methode sich warm zu halten, wenn man nicht gerade so abgehärtet war wie ein gewisser Rônin, der genüsslich an seiner Zigarette zog und sich nichts anmerken ließ. Ivy kicherte leicht, als dieser ihren humorvollen Ansatz aufnahm und lässig entgegenete, dass sie es ja gerne versuchen könnte. Normalerweise hätte sie jetzt mit einem kecken Du willst mich also doch entführen? geantwortet, um den Witz ein wenig fortzuführen, wollte die teils seriöse Stimmung damit aber nicht kaputt machen. Immerhin waren sie ja nicht hierhergekommen um über unwichtige Dinge zu plaudern... Oder zumindest war es das, was Ivy sich erhoffte.
Auf die Frage Shos hin, ob sie sich noch an seine Ausführungen zu Eduardo erinnern konnte, nickte sie lediglich und drehte sich zu dem Dunkelhäutigen um. Selbstverständlich konnte sie das - so schlecht war ihr Gedächtnis sicherlich nicht - aber was wollte er jetzt damit andeuten? Wollte er an ihr Gespräch im Kaffeehaus anschließen, nun da sie bis auf den regen Schneesturm ungestört waren?
Die Braunhaarige hob überrascht eine Augenbraue hoch, als der Nodachi-Träger mit ein wenig mehr Informationen über sich und diesen O'Collins rauszurücken. Sie war jetzt nicht wirklich von der Flut an Informationen überwältigt, dass wäre sie eher gewesen wenn sie jetzt in Erfahrung gebracht hätte, dass der Mann vor ihr ein Agent der Weltregierung war, aber dennoch kam es recht plötzlich für sie. Sho hatte zumindest ihr Interesse geweckt.
Aus der Anmerkung heraus, dass er nicht wusste ob ihr Bruder eine Rolle bei der Sache spielte, gab er sich weiterhin unwissend, aber das war Ivy in diesem Moment recht egal. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass ein vermeintlich großes Tier der verruchten Rebellion Interesse an ihr haben sollte, ohne dass ihr Bruder dabei eine Rolle spielte... Auch wenn sie auf die Schnelle keine Antwort parat hätte würde man sie Fragen, was ihr Bruder denn mit der Rebellion zu tun habe.
Ihr Lächeln war derweil verflogen und hatte einer aufmerksamen und zugleich nachdenklichen Miene Platz gemacht, während sie Sho zu Ende sprechen ließ. Sie konnte nicht behaupten, dass er unrecht hatte, aber dennoch war ihr das ganze irgendwie nicht geheuer. Sie ging sogar so weit ihm für eine Sekunde zu misstrauen, verwarf es aber ganz schnell wieder als ihr bewusst wurde, dass sie selbst mit den brisantesten Informationen nichts anfangen konnte. Wer würde einem kleinen Waisenkind auch schon Glauben schenken? In dem Sinne war es also gar nicht mal so dumm gewesen, komplett mit der Sprache rauszurücken.
"Ich weiß nicht, was ich von der ganzen Sache halten soll." gab sie schließlich mit ernster Miene zu und schüttelte leicht den Kopf. Es war keine ablehnende Geste, aber sie konnte sich so sporadisch wohl auch nicht verbindlich auf etwas festlegen.
"Es ist nicht so als würde ich dir nicht trauen, aber es fällt mir schwer das alles gerade in einem Ganzen zu fassen." Ihr war bewusst, dass Sho vermutlich keine überschwängliche Euphorie erwartet hatte, dennoch wollte sie ihn nicht enttäuschen. Es war fast so, als würde sie ein großes Geschenk aus dem Nichts heraus überreicht bekommen, für das sie sich vor lauter Überraschung gar nicht wirklich begeistern konnte. Als sie gerade fortführen wollte, hörte sie jedoch ein Geräusch von draußen. Ein kurzes Schaben ertönte, dann war wieder Ruhe. Fast so, als wäre jemand an einer der Abdeckplanen entlang gegangen.
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Sho Abarai
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 16:21

Sein Humor wurde positiv angenommen, was er an dem Kichern vernahm, welches Ivy von sich gab.
Er war darauf gespannt, was Eduardo mit diesem Kind vorhatte. Sie war gerade in dem Alter, wo er sie noch als Schüler unter seine Fittiche nehmen konnte. Weibliche Samurai gab es selten, was es für ihn noch reizvoller machte. Aber das blieb erstmal abzuwarten. Erstmal musste sie sich dafür entscheiden.
Nach seiner Offenbarung dem Mädchen gegenüber, wurde es still um die Beiden. Ihr Lächeln war verschwunden und hatte Platz für einen nachdenklichen und in sich gekehrten Gesichtsausdruck gemacht. Er hatte ihr im Vorfeld genug angedeutet, so dass es nicht so ein schwerer Schock für sein würde. Man konnte sie für einen kurzem Moment mit sich hadern sehen. Ob sie überlegte ihn für seine Fraktion irgendwo zu verpfeifen? Gut möglich, aber wohl eher ineffektiv. Die Rebellion war noch nicht soweit in die Blues eingedrungen, als dass sie daraus Kaptial schlagen konnte. Vermutlich war ihr das auch klar geworden, wodurch sie sich, nach ihren Gedankengängen, ernst und zugleich unentschlossen gab. Der Samurai wartete noch einen Moment ab, da er schon vermutet hatte, dass sie noch etwas anfügen würde.
Sie war sich schlicht und ergreifend unsicher. Natürlich war dies insgeheim ihre Heimat und sie hatte die Aufgabe auf ihren Bruder zu warten. Was wäre, wenn er zurückkehrte und sie war nicht da? Dies musste wohl einer der präsentesten Gedankengänge in ihrem Kopf gewesen sein. Zumindest vermutete er das.
"Auch wenn es nicht so aussehen mag. Die Rebellion hat viele straighte Dudes und könnte...". brachte er noch heraus, ehe er ein Geräusch vernahm. Mit seinem Daumen drückte er das Schwert einige Zentimeter heraus, wodurch ein bedrohliches und metallisches Geräusch erzeugt wurde. Kaum hatte der Rônin dies getan, kehrte auch schon Ruhe ein.
"Bockmist, genau in meiner Punchline! Scheint, als wäre uns ein Wack gefolgt. Wollen wir das abchecken?"
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Katsuki
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 18:24

Präventiv legte Ivy ihre Hand auf den Degen, welcher sich weiterhin an ihrem Taille befand. Sie hatte sich irgendwie von der Reaktion des Afros mitreißen lassen, antwortete aber im ersten Moment nicht auf seinen Vorschlag, sondern entschloss sich dazu ein wenig weiter zu lauschen. Der Wind machte es schwer Geräusche aus zu machen, aber sie konnte schwören zu hören, wie jemand mit penibler Vorsicht durch den Schnee trat. Die Braunhaarige konnte es grob zu ihrer Rechten, also unweit vom Eingang der Hütte festmachen, hatte aber nicht die Absicht jetzt einen Aufstand anzuzetteln. Sie schaute Sho in die Augen, nickte in Richtung der etwas beschädigten und mit einer Abdeckplane überdeckten Holzwand und legte den Zeigefinger auf die Lippe, während sie sich langsam zur Tür aufmachte. "Muss wohl der Wind gewesen sein" sprach sie lässig, während sie dem Nodachi-Träger bedeutete es ihm gleich zu tun. Sie hatte sich nicht erhofft ihren Spitzel damit wirklich in Sicherheit zu wägen, hörte zum anderen aber auch keine Geräusche mehr. "Ich gehe rechts und du links." flüsterte sie schließlich, als sie beide an der Tür angekommen waren. Ihr war bewusst, dass sie den Afro damit auf den längeren Weg schickte, wollte aber damit etwaigen Konflikten aus dem Weg gehen. Besser sie überraschte den Lauscher, als dass Sho noch etwas unüberdachtes tat.
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Sho Abarai
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 18:42

Der Rônin sah, dass Ivy ebenso das Geräusch vernommen hatte und ebenso ihre Hand auf ihre Waffe legte. Vielleicht hatte sie sich auch von ihm inspirieren lassen, doch genau wusste er das auch nicht und wollte auch sich in diesem Moment nicht darüber den Kopf zerbrechen. Dafür hatten sie auch gar keine Zeit. Der Afro vermutete dieselbe Person, die sie auch schon im Kaffeehaus beobachtet hatte, außerhalb dieser Hütte. Die Kleine ging langsam und still zur Tür, während er sich ebenso langsam erhob und gebeugt vor ihr stehen blieb. Sie flüsterte und gab den Ton an. Er hatte kein Problem damit die linke Seite des Hauses zu inspizieren, wenn auch er die Person eher auf der anderen Seite vermutete. Vielleicht war es auch Ivy's Intention, ihm den längeren Weg zu geben, damit er hier kein Massaker anfing. Schließlich wusste sie nicht, wie er mit Spitzeln umging, was ihre Beweggründe durchaus sinnvoll gestalteten. Er nickte und trat nach ihr zur Tür hinaus. Der Wind war weiterhin stürmisch und schneeerfüllt, was ihm aber nicht allzu schwer die Sicht beschränkte. Deutlich waren die Fußspuren zu sehen, die ihr ungebetener Gast hinterlassen hatte, doch nahm er den Weg, den Ivy ihm zugewiesen hatte und lief voran. Er lief bis zur ersten Ecke des Hauses und lugte. Niemand zu sehen. Durch seinen langen Beine war das Laufen im Knie hohen Schnee nicht sonderlich schwer, weswegen er gut voran kam und bis zur nächsten Ecke lief. Er wollte warten, bis Ivy den Lauscher auf die Schliche kam. Sollte er dann zum Rückzug antreten, würde er sein langes Nodachi samt Saya nehmen und ihm damit ein Bein stellen.
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Katsuki
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 19:17

Als Sho seinen Weg um das Haus antrat, tat die Braunhaarige es ihm gleich und begann sich mit leichten Schritte voranzutasten. Der Schnee fiel zu ihren Gunsten aus der anderen Richtung, sodass er ihr hier maximal bis zu den Waden reichte, weshalb sie es nicht allzu schwer hatte sich einen Weg bis zu nächsten Ecke zu bahnen. Die Geräusche von der rechten Haushälfte waren derweil gänzlich verstummt, doch als Ivy dem Ursprung ihrer Unmut näher kam, vernahm sie urplötzlich das Geräusch von einem Stift, der hastig auf Papier kratzte. Es war unter dem Geheule des Windes kaum auszumachen, und je eher man sich darauf konzentrierte, desto schneller kam es einem wie eine herbeigedachte Einbildung ein. Es passte aber leider zu gut, als dass sie sich beirren lassen würde. An der Ecke des Hauses angekommen gab es schließlich keinen zweifel mehr an dem Ursprung der Geräusche. Zu dem Geräusch krampfhaftem Gekritzels mischte sich noch eine leichte schwere Atmung, die sie nur zu gut einer Person zuordnen konnte, die sich ihre Antipathie bereits schon mehr als nur erarbeitet hatte. Ein kleiner Spicker um die Hauswand eröffnete der Braunhaarigen dann schließlich genau das, was Sho und Ivy vermutlich simultan befürchtet hatten. Wenige Zentimeter von der Abdeckplane entfernt stand ein Schemen, der eingehüllt in einen Mantel mit pelzener Kapuze fast schon hektisch auf einen Notizblock schrieb und dabei immer wieder verstört zu der Seite blickte, aus der Sho vermutlich jede Sekunde hervorstürmen konnte. Ivy spielte kurz mit dem Gedanken sich die Sache noch ein wenig anzuschauen, entschloss sich aber schließlich doch dazu ihn direkt zu konfrontieren.. Nachher schaffte er es noch aus purem Glück heraus das Weite zu suchen. Langsam näherte sie sich der verhüllten Person, griff nach ihrer Kapuze und zog sie anschließend nach unten. Die Gestalt, die sich als eben jener blonder Journalist herausstellte, der ihr schon im Kaffeehaus gewaltig auf die Nerven gegangen war, kreischte kurz schrill auf und fiel anschließend zu Boden, wobei sein Notizblock einige Meter weit geschleudert wurde und schlussendlich in einem 50 Zentimeter hohen Schneeberg versank. "Man steckt seine Nase nicht in fremder Leute Angelegenheiten...!" kam es empört und bedrohlich von der Braunhaarigen, während sie ihre rechte Hand auf den Knauf ihres Degens setzte.
Der Blonde schaute sie lediglich mit Furcht erfüllt an und stammelte einige Worte heraus.
"B...B...bitte nicht wehtun!" flehte er förmlich und gewann Ivy somit eine überraschte Miene ab. In seine Augen zeichnete sich fast schon Todesangst ab, als würde sie gleich mit ihrem Degen auf ihn zugehen. Sie schaute ihn einen Augenblick ausdruckslos an, ehe ein dumpfer Schmerz in ihrer Magengrube ihr die Übelkeit hochsteigen ließ. Das von Furcht erfüllte Gesicht des Blonden wandelte sich sogleich in eine finstere Fratze, als dieser seinen Überraschungstritt vollendete und sein Bein wieder zurückzog. Ivy taumelte einen Schritt zurück, schaffte es aber sich auf den Beinen zu halten. "Sayonara, Prinzesschen...!" rief er noch aus, ehe er sich aufrichtete und zu dem kleinen Schneehaufen lief, in den sein Notizblock gefallen war.
In Ivy kochten die Emotionen hoch, er hatte sie doch tatsächlich nach allen Regeln der Kunst hinters Licht geführt. Fast schon automatisch unterdrückte sie den Schmerz in ihrem Unterleib, zog ihr Rapier und machte einen weiten Schritt nach vorne, um ihr Rapier in den Rücken des Journalisten zu rammen.
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Sho Abarai
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 19:45

Sho beobachtete den Fremden dabei, wie er hastig etwas auf Papier festhielt. Vermutlich Fetzen aus dem Gespräch, die von ihm von Relevanz waren, die er anschließend an wen auch immer liefern konnte. Jedenfalls war es zum Nachteil für sie. Im nächsten Moment tauchte Ivy hinter der Häuserwand auf und schlich sich, fast schon meisterhaft, an die vermummte Person heran und zog ihr die Kapuze vom Kopf. Er hatte sie erstmal bewegungsunfähig gemacht, aber sie war noch jung und hatte einiges zu lernen. Es stellte sich heraus, dass es tatsächlich die Person war, die sie auch schon im Kaffeehaus auffällig beobachtet hatte und nun gefolgt war. Vor Schreck stolperte der Blonde über seine eigenen Beine und fiel rücklings in den Schnee. Sein Notizblock fiel in einen Haufen von Neuschnee hinein und verschwand knietief darin. Die Person wimmerte um ihr Leben und Ivy hielt ihren Degen bereit, jedoch immer noch nicht gezogen, um mögliches Fehlverhalten zu bestrafen. Der Kerl war nicht auf den Kopf gefallen. Er spielte ihr die hilflose Person vor und trat ihr in die Magengegend, was recht effektiv war und kam wieder auf die Beine. Während das Mädchen zurück taumelte, holte er seinen Notizblock und trat den Rückzug an. Ivy, die sich wieder gefangen hatte, wollte ihn nicht entkommen lassen und stach mit dem Degen zu. Gerade als der Spion die Häuserecke erreichte, an der auch Sho stand, streckte er sein Nodachi aus, woraufhin der Blonde stehen blieb und der Degen ihn durchbohrte. Die Spitze der Waffe schaute genau unterhalb der Saya des Nodachi heraus. Der Kerl war sich seines Todes bewusst geworden und sah den rauchenden Rônin angsterfüllt an, ehe er ein wenig Blut spuckte und bewusstlos zur Seite kippte.
"Die Neugier ist der Katze Tod", sprach er schlicht und kam aus der Ecke hervor.
Er sah Ivy recht ausdruckslos an. Er nahm es ihr nicht übel, dass sie zu solchen Mitteln griff. Er war jetzt auch nicht unbedingt der Zartbesaiteste. Da konnte er ihr keinen Vorwurf machen. Doch auch wenn er nicht mehr am Leben war, hatten sie dennoch den Leichnam des Typen. Sicherlich würde man ihn vermissen.
"Yo, weißt du wo wir diesen Kek "entsorgen" können? Auch wenn es hier schneit, verschwindet er nicht für immer im Underground."
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Katsuki
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 20:12

Geschockt schaute Ivy in das Gesicht Shos, welcher den Journalisten mit seinem ungezogenen Nodachi gestoppt hatte. Wie durch Butter gleitete ihr Rapier durch den Körper des Blonden hindurch, bis es auf keinen weichen Widerstand mehr stieß und aus der Brust ihres Opfers herausragte. Das Blut des Journalisten schimmerte skurril auf der blau schimmernden Klinge ihres Rapiers, ehe die Braunhaarige es aus seinem Rücken zog und fast zu Boden fallen ließ. Mit geweiteten Augen beobachtete sie, wie der neugierige Spitzel regungslos zu Boden fiel, fast schon spöttisch erklangen die Worte des Nodachi-Trägers, der wohl nicht zum ersten Mal in seinem Leben eine Leiche sah. Doch für Ivy war es wie ein kurzer Alptraum... Sie hatte nicht vorgehabt ihn auf diese Art und Weise niederzustrecken, hatte aber mit fast schon perverser Freude das Spiel um Leben und Tod gespielt, welches der Journalist verloren hatte. Das Notizbuch, welches er sich in fast schon akrobatischer Manier geschnappt hatte, befand sich noch in der verkrampften Hand des Blonden, und begann bereits im kalten Schnee aufzuweichen. Ivy schüttelte den Kopf. Was geschehen war, war eben geschehen. Sie nützte niemandem, wenn sie jetzt verstört zu Boden fiel und um ihren eigentlichen Aggressor weinte. Ihr Bruder hatte ihr schon vor langer Zeit gesagt, dass Wolfszahn nicht für immer in seiner Saya stecken könnte, ohne jemals Blut zu vergießen... Damals empfand sie es als nichts weiter als ein Märchen, aber nun konnte sie schwören, dass eine fast schon befriedigende Genugtuung von ihrem Rapier ausging... Fast als wäre es ein Raubtier. Vielleicht war es auch das, oder aber eben ihre Einbildung, die sie bei Verstand bleiben ließ.
"Ich schätze mal so sollte es sein..." murmelte sie ein wenig gefasster und schaute dann wieder zum Afro hoch. Irgendwie kam ihr seine Frage wie Galgenhumor vor, sie konnte ihm aber keine Vorwürfe dafür machen, sich jetzt nach ihren weiteren Plänen zu erkundigen. Sie hatte einen Menschen getötet, und nun ging es darum, der heiklen Situation entschwinden zu können.
Stumm schaute sie zur Holzhütte, aus der ein leichter Lichtschimmer versuchte das Dunkel ihrer Umgebung zurückzudrängen. Ihr Blick beharrte einige Sekunden auf dem teilweise verkohlten Holz, ehe sie wieder zu Sho schaute. "Wir... Wir könnten ihn verbrennen..." merkte sie ein wenig wehmütig an, als sie an das Schicksal ihres alten Freundes dachte, der zuvor in dieser Hütte gelebt hatte. Wenn Sho sie wirklich für die Rebellion rekrutieren wollte, dann war der Mann, der vor ihnen leblos im Schnee lag, wohl der Feind. Und es lag nahe, dass sie mit diesem Totschlag nicht so einfach davon kommen würden.
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Sho Abarai
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 20:30

Ivy hatte gerade einiges zu verarbeiten. Es war wohl ihr erster Mord. Sho ging es ähnlich, als er dazu gezwungen war Clanmitglieder, die zuvor noch seine Freunde waren, zum Schutz der Unschuldigen zu töten, nur weil sie ihre eigene Meinung vertraten. Es war nicht einfach damit umzugehen. Doch wenn man es einmal geschafft hatte, ging man gestärkter durchs Leben, doch blieb da immer dieses kleine Loch, indem noch sowas wie Unschuld verweilt hatte. Vermutlich hatte ihr Bruder sie schon über diese grausame Welt aufgeklärt, doch nun ist es ihr klar geworden, was man tun musste, um sich selbst zu schützen. Natürlich hätte sie ihn auch lediglich bewegungsunfähig machen können, doch hätte das die Situation noch mehr verkompliziert, als ohnehin schon.
Sie war noch sehr in sich gekehrt und reagierte ehre ruhig auf seine Anekdote zu dem Tod des Fremden.
Anschließend sah sie zu ihm hoch, ehe sie zur Holzhütte sah. Eine düstere Stille trat für ein paar Sekunden ein. Doch sie erhob wieder Stimme und machte den Vorschlag den Leichnam über den Weg des Feuers zu entsorgen. Der Afro zog kurz die rechte Augenbraue hoch. Jeglicher Beweis wäre damit verschwunden, doch hatte das ganze einen bitteren Beigeschmack.
"Das ist zu auffällig. Wenn jemand das Feuer sieht, wird er Fragen stellen", gab er seine Meinung dazu ab. Zum Teil sprach da auch schon die Erfahrung und seine gefassten Emotionen aus ihm heraus, welche Ivy zu diesem Zeitpunkt nicht vorweisen konnte. Nun musste er das Ruder übernehmen und ihren Fehler ausräumen. Er sah sich ein wenig um. Nur Schnee und Eis waren zu erkennen. Schnee kam nicht in Frage, da auch hier irgendwann Tauwetter einsetzen würde. Also blieb nur noch das Eis.
"Habt ihr hier einen frozen See. Dann könnten wir ihn dort einlassen. Bis zum Tauwetter werden sich die Fische an ihm vergnügt haben", schlug er vor und fand es persönlich als beste Lösung für ihr Problem.
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Katsuki
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 21:17

Ivy hörte dem Nodachi-Träger nur halbherzig zu, während sie den leblosen Körper des Journalisten begutachtete. Sie ekelte sich nicht wirklich vor Blut oder Ähnlichem, dennoch war ihr die Anwesenheit einer Leiche nicht geheuer. Sie mochte den Gedanken nicht, dass unter drei menschlichen Körpern nur noch zwei waren, die in den Genuss des Lebens kamen. Auch wenn sie daran Schuld hatte.
Während Sho eruierte, welche Möglichkeit am besten war den Körper des weltregierungstreuen Journalisten so unauffällig wie möglich aus dem Weg zu Räumen, hockte Ivy sich nieder und ergriff das leicht aufgeweichte Notizbuch, das sich recht leicht aus der verkrampften Hand der Leiche entfernen ließ. Aufmerksam las sie die wenigen beschrifteten Seiten, bemerkte aber mit etwas Unmut, dass zuvor schon einige Seiten herausgerissen worden waren. Sie hielt also nicht die Fülle der Informationen in der Hand, die man am heutigen Tag über sie und Sho gesammelt hatte.

"Schwester des Subjektes hat so eben das Kaffeehaus verlassen. Dunkelhäutiger Begleiter erwähnte Eduardo O'Collins, ging jedoch nicht weiter auf seine Affiliation ein. Womöglich heiße Spur.

Suspekte Personen betreten ein notdürftig geflicktes Fischerhaus am Rande der Insel. Werde versuchen Informationen zu sammeln, Witterung ist derzeitig zu meinem Nachteil.

Samurai sprach erneut von Eduardo O'Collins, äußerte sich eindeutig im Sinne der Rebellion. Anheuerungsversuch? Schwester des Subjektes ist noch nicht mit dem Feind affiliiert, womöglich falsche Spur. Hinweise verdichten sich, dass O'Collins einen hohen Rang innerhalb der Rebellion bekleidet.

Auffällige Stille im Haus. Werde mich nun von meinem Posten zurückziehen, da ich vermutlich entdeckt wurde. Einsatz auf Minion nun ohne Grundlage, Befürchtungen trafen nicht zu. Schwester des Subjektes hat keinerlei Verbindungen zur Rebellion, somit kein Informationswert. Bericht folgt.

Höre auffällige Geräusche, ziehe mich nun umgehend -"


Ivys Augen weiteten sich, als sie die wenigen Zeilen aus dem Notizbuch las, die mit einem unlesbaren Gekritzels aufhörten, vermutlich verursacht durch das Auftreten der Braunhaarige. Der vermeintliche Journalist war also - wie sie befürchtet hatte - in nicht ganz so guter Absicht nach Minion gekommen. Hatte er sie die ganze Zeit über beobachtet? Was hatte ihr Bruder mit dem Ganzen zu tun? Weshalb war er das Subjekt seines Einsatzes der Weltregierung? Hastig durchsuchte die Fünfzehnjährige die Taschen des Mantels, der sich langsam mit Blut tränkte. Bis auf einen Schlüsselbund und eine Pistole fand sie, ganz zu ihrer Enttäuschung, keine weiteren Notizen. Wenn der Blonde sie also wirklich wegen ihrem Bruder ausspioniert hatte, dann mussten in seinem Haus wohl noch ein Haufen an Informationen sein, die er über die letzten Monate angesammelt hatte... Die Chancen standen also nicht schlecht, dass sie dort auch etwas Wichtiges in Erfahrung bringen konnte.
Langsam richtete sie sich auf und setzte eine ernste Miene auf. Als wäre der Schock über ihren Tötungsdelikt bereits vergessen, ignorierte sie die Frage des Rônin und warf ihm das Notizbuch zu.
"Planänderung."
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Sho Abarai
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 21:49

Ivy ging auf seinen Vorschlag vorerst nicht ein und besah sich des Notizbuches. Es war zwar schon ein wenig durchgeweicht, doch schien sie noch etwas daraus lesen zu können. Sho lehnte sich derweil an die Hauswand und rauchte genüsslich weiter, während er auf die Erkenntnisse von ihr wartete. Doch ehe sie ihm mitteilte, was dort drin stand, durchsuchte sie die Taschen des Leblosen und fand bis auf eine Pistole und einen Schlüsselbund nichts von Wert.
Sie legte einen ernsten Gesichtsausdruck auf und warf ihm das Notizbuch entgegen. Er sah sie kurz fragend an, ehe er selbst einen Blick hinein warf. Sie war von diesem Typen beobachtet worden. Ihr Bruder schien ebenso der Rebellion anzugehören, wie es der Rônin tat, was ihn nicht sonderlich überraschte. Es wäre schön gewesen, wenn er das mal vorab erfahren hätte. Dann wäre die Rekrutierung auch wesentlich einfacher vonstatten gegangen. Aber vielleicht war diese Geheimniskrämerei für alle besser gewesen, außer dem Journalisten. Dieser hatte mit seinem Leben dafür gezahlt.
Sho nickte ihr auf ihre Aussage hin zu und packte den leblosen Körper des Spions am Kragen und schleifte ihn bis zum Eingang der Hütte. Ihm kam der Plan mit der Entsorgung durch Feuer diesmal einleuchtender vor. Dadurch hatten sie die Gelegenheit die Aufmerksamkeit der Einwohner hierauf zu lenken und konnten so ihren intensiveren Nachforschungen nachgehen.
"Sehe ich genauso. Hatte der Kerl eine Hood auf dieser Insel? Wenn ja, gibt's da bestimmt noch mehr zu looten", sprach er locker aus und legte den Ballast auf dem Boden der Hütte ab und kam wieder heraus.
Er sah sie recht gefühllos an.
"Soll ich oder schaffst du das?"
Er würde ihr die Wahl lassen, ob sie schon bereit für eine Feuerbestattung ihres ersten Mordopfers war. Der Mord an sich war schon recht viel für einen Tag, aber eine Beerdigung war noch eine gutes Stück mehr. Dadurch verstärkte man nochmal das Gefühl jemanden das Leben genommen zu haben.
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Katsuki
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BeitragThema: Re: Niedergebrannte Fischerhütte   So Dez 18 2016, 22:26

Es beruhigte Ivy, dass Sho in diesem Moment eine ähnliche Sicht der Dinge hegt wie sie. Die Informationen, über die der Journalist womöglich verfügt hatte, waren schließlich auch nicht nur für sie von immensen Wert, sondern bargen wohl auch das Potenzial vielleicht nicht gerade uninteressant für die Rebellion zu sein. Was die weitere Herangehensweise anging waren die beiden sich scheinbar wortlos einig, weshalb der Rônin auch direkt zur Sache kam. Auf die Frage hin, ob der Blonde Zugriff auf ein eigenes Haus hatte nickte sie lediglich. "Es befindet sich am Rand der kleinen Stadt, wir sind auf unserem Weg daran vorbeigekommen." merkte sie nebenbei an, während sie dem Afro dabei zusah, wie er die Leiche in das haus transportierte. Es war schon irgendwie makaber, dass die beiden in so einer Situation so gefasst bleiben konnten, aber Ivy schob es schlicht auf den Effekt des Momentes... Sie würde mit der Angelegenheit vermutlich noch eine ganze Weile zu kämpfen haben, wenn das hier vorbei war.
Plötzlich erschien ihr die Option, zusammen mit Sho zu diesem O'Collins zu reisen, gar nicht mehr so abwegig. Sollte dieser Mann wirklich etwas mit ihrem Bruder zu tun haben, und sollten die Ereignisse hier wirklich darauf hindeuten, dass er nicht mehr zurückkehren würde, dann war sie mehr als gewollt das Risiko einzugehen. Mit Sho hatte sie zumindest schon mal jemanden gefunden der wusste, wie man eine Leiche los wurde.
Seine Frage holte sie jedoch aus ihren Gedanken heraus. Sie kam so spontan, dass sie einen Moment benötigte um sie zu verdauen. Die kühle Luft füllte langsam ihre Lungen, ehe Ivy sie in einem Seufzer herausließ. "Tu du es, bitte..." antwortete sie knapp und drehte ihm den Rücken zu. Sie wollte keine Schwäche zeigen, doch sie wusste genau, dass sie es nicht geschafft hätte. Es ging ihr dabei nicht mal um die Leiche des Blonden, nein, sie wollte die Gedenkstätte an ihren alten Freund nicht erneut brennen sehen. Um mehr ging es ihr dabei nicht.
Während Sho sich also erneut in das Haus begab um das Feuer zu legen, dass sie jetzt als Ablenkungsmanöver verwenden würden, dachte die Braunhaarige über ihr weiteres Vorgehen nach. Der Moment in dem das Feuer gelegt wurde gab es für sie definitiv kein zurück mehr... Sie wusste nicht einmal, wie lange sie noch auf Minion bleiben könnte... Abschiedsgrüße fielen jetzt vermutlich nicht mehr in den Bereich des möglichen. Es war faszinierend, dass sie wehmütig an ihren kommenden, teils erzwungenen Abschied denken konnte, obwohl sie ihre Heimat eigentlich nie wirklich geschätzt hatte.

Sho, Ivy gt Verschneite Straßen
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Niedergebrannte Fischerhütte
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